Aktionstag: Sicherheit im Netz

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Dokumentation Aktionstag - "Sicherheit im Netz"

vom Dienstag, 09.02.2010,  14.00 - 18.00 Uhr, Ravensberger Spinnerei Bielefeld

Veranstalter: Projekt "Surfen mit SIN(N)"

 

Die Initiative "Surfen mit SIN(N)" zieht ein Jahr nach ihrer Gründung Bilanz. In über 250 Veranstaltungen wurden ca. 5000 Teilnehmer zum Thema Internetsicherheit geschult. Im Rahmen eines Aktiontages der anläßlich des "Safer Internet Days 2010" veranstaltet wurde, sind aktuelle Fragen behandelt worden.
Lesen Sie hier eine kurze Dokumentation der Workshops:


 

Surfen mit Sin(N) feiert seinen 1. Geburtstag

Peter Vahrenhorst und Michael bilanzierten die Initiative als einen vollen Erfolg. Das Thema wird intensiv von Eltern und Schulen nachgefragt. Das Kooperationsprojekt der Polizei, Medienzentrum und Kompetenzteam Bielefeld erhielt den ersten Preis bei einem Wettbewerb der Medienberatung NRW und des Schulministeriums NRW und wurde für den Europäischen Präventionspreis nominiert. Inzwischen interessieren sich auch andere Kreise und Städte für die Initiative und erbitten unsere Unterstüzung zum Aufbau ähnlicher Strukturen. Der Aktionstag behandelte erstmalig das Thema "Online-Spiele". Ein Thema mit vielen Facetten. Dabei geht es nicht um Verbote, sondern um Argumente.


Workshops


bild02Spiele als Risiko - Ballern und Schlimmeres
Referentin: Regine Pfeiffer

An konkreten Beispielen aus den gängigsten Gewaltspielen zeigte Regine Pfeiffer auf, wie unethisch und moralisch destruktiv diese Spiele auf die Anwender wirken können, vor allem wenn es sich um Kinder und Jugendliche handelt.
Nicht nur die grausamen Inhalte sondern auch die Belohnungssysteme dafür stellen Tabubrüche dar, die dadurch gerechtfertigt werden, dass sie in einer virtuellen Welt stattfinden. Der Workshop lud zu einem Ausflug in diese Welt ein.
 

Die Teilnehmer konnten sich mit Spielszenen und Kopien aus Lösungsbüchern ein eigenes Bild von den Inhalten und Wirkungsweisen der Spiele machen, die gerne durch den Begriff "Ballerspiele" verharmlost werden.

Präsentation: folgt


bild03Spiele als Chance - Kompetenzen erwerben
Dozentin: Dr. Sonja Ganguin (Fernuniversität Hagen, ehemals Universität Bielefeld)
Bei dem vielfältigen Angebot im Bereich der Computer- und Konsolenspiele ist eine Unterteilung in verschiedene Spielgenres sinnvoll und hilfreich. Es gibt auch Denk- und Geschicklichkeitsspiele, Weltraum- und Fantasyabenteuer, Strategiespiele, Lernspiele, sportliche Aufgabenstellungen, Spielfilmadaptionen und vieles mehr. Diese Vielfalt entsprechend zuzuordnen und pädagogisch zu bewerten fällt nicht immer leicht.

In dem Workshop wurden die positiven Seiten von Spielen im pädagogischen Umfeld betrachtet und hilfreiche Tipps für eine kompetente Auswahl gegeben.

Präsentation:  Computerspiele_als_Chance-Vortrag_von_Sonja_Ganguin.pdf


bild04Verirrt im Second life - PC und Internetgebrauch:
Zwischen Faszination und Sucht

Referent: Frank Gauls, Diplom-Sozialarbeiter, Gesprächspsychotherapeut (GWG)

Das Internet ist für viele Menschen im Alltag kaum mehr wegzudenken. Ca. 60 % der Bevölkerung in Deutschland nutzt dieses Medium, unter Jugendlichen beträgt der Anteil der Online-Nutzer sogar 90 %. Der Workshop befasste sich damit,
wo der Spaß aufhört und die Sucht beginnt, welche Tätigkeiten am PC und im Internet tatsächlich einen suchttypischen Verlauf nehmen können und es wurden Kriterien erarbeitet anhand derer eine mögliche Sucht erkannt werden kann. Abschließend wurden Beratungs- und Behandlungsansätze vorgestellt.

 

Präsentation:  verirrt_im_second_life_sinn.pdf


bild05SchülerVZ & Co - Jugendliche in Online-Communities
Referentin: Bianca Post (Eigensinn e.V.)

Dieser Workshop informierte am Beispiel von „schülerVZ“ über die Funktionsweise und Inhalte von Online-Communities. Problematiken, die im Umgang mit ihnen auftreten können wurden ebenso aufgezeigt wie ihre positive Sozialisationsfunktion für die Entwicklung Jugendlicher. Bei der Diskussion um die negativen Aspekte stand das Phänomen des Cybermobbings – und was

 

betroffene Mäd-chen und Jungen dagegen unternehmen können – im Vordergrund. CyberMobbing, Kommunikationsformen im Web 2.0 und Missbrauchspotential.

  


bild06Lernen mit dem Internet
Referent/in: Anne Steinhaus, Philipp Schulte, Bernd Vössing, Marcus Wellenbüscher

Das Schulbuch wird nach und nach durch das Medium Internet ergänzt. Das Internet als Informations- und Kommunikationsmedium hat für Schüler und Lehrkräfte eine zunehmende Bedeutung in privaten und schulischen Zusammenhängen. In diesem Workshop wurden Lehr- und Lernwerkzeuge im Internet vorgestellt, z.B. Lernportale, Blogs und Wikis.

Präsention: folgt!


bild07Jugendmedienschutz
Referent: Hans-Wilhelm Bar (Jugendamt Bielefeld)

Der Jugendmedienschutz differenziert sich in die Bereiche des gesetzlichen und erzieherischen Jugendmedienschutzes. Da, wo Gebote und Verbote zwangsläufig versagen müssen, kommt dem erzieherischen Jugendmedienschutz die Aufgabe zur Entwicklung von Medienkompetenz und somit der Schaffung von eigenverantwortlichen Umgangsmöglichkeiten mit den neuen Medien zu.
Dieser Workshop möchte Gefährdungsbereiche abbilden und Anregungen für eine Betrachtungsweise geben, die die Faszination von Jugendlichen an den neuen Medien nicht ausschließt sondern als Bestandteil integriert. Nachhaltige Möglichkeiten der Umsetzung zum Erwerb von Medienkompetenz sollen erörtert und diskutiert werden.

  Präsentation:  Jugendmedienschutz.ppt